Elektriker zu werden ist für Schulabgänger der zehnten Klassen eine gute Entscheidung. Jeder Jugendliche, der sich für einen Handwerksberuf entscheidet, in dem er vielseitig eingesetzt wird und mit innovativsten Techniken konfrontiert wird, kann im Elektrohandwerk erfolgreich sein. Wichtig ist nur, dass er bereit ist, zu lernen und sich mit den oftmals schweren körperlichen Arbeiten auseinander zu setzen. Das Klischee vom Elektriker im sauberen Arbeitsanzug und dem Spannungsprüfer um den Hals ist weit verbreitet. Die Praxis sagt etwas anderes aus. Er wird Mauerschlitze fräsen, Netzbustechnik einbauen, Bauschutt schleppen, Datennetze verkabeln, bei Schneefall Beleuchtungsmasten setzen oder im geheizten Serverraum ein Datennetz anschließen.
Sind die Prüfungen schwer?
Die Ausbildung zum Elektriker dauert dreieinhalb Jahre. In dieser Zeit wird er die Berufsschule absolvieren, in einer Zentralen Lehrwerkstatt der Handwerkskammer praxisnahe Werkstattarbeit verrichten und im Ausbildungsbetrieb arbeiten. Überall erfährt er umfangreiche Kenntnisse – sie sich anzueignen und umzusetzen obliegt seinem eigenen Fleiß. Die Kosten für Strom mit einem Online Rechner vergleichen erfordert nicht eine solche lange Ausbildung. Die Praxis zu erlernen und sich mit dem oftmals herzhaften Tonfall auf der Baustelle zu arrangieren schon. Deshalb wird ein Auszubildender, der sein Ausbildungsziel konsequent verfolgt, keine Probleme in den theoretischen und praktischen Prüfungen haben.
Welche Voraussetzungen werden nachgefragt?
Jeder Auszubildende im Elektrohandwerk muss körperlich belastbar sein und sein Zensuren Durchschnitt sollte nicht schlechter als Note 3 sein. Industrieelektriker sind Fachkräfte mit Praxisbezug, trotzdem müssen sie Schaltpläne lesen können und elektro-physikalische Zusammenhänge erkennen. Außerdem sind diese Voraussetzungen wichtig:
- Lernbereitschaft
- Bereitschaft zur Auswärtsmontage
- Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung
Welches Gehalt ist zu erwarten?
In großen Industriebetrieben werden Elektriker nach Tarif bezahlt. Die Vergütung ist meist besser als im Handwerksbetrieb. In diesem erfährt er jedoch eine wesentlich umfangreichere Ausbildung. Die Vergütung nach der Lehre beginnt in Ostdeutschland bei ca. 8,50 €, in den alten Bundesländern etwas höher. Dies ist auch eine Grundlagenentscheidung, ob Ausbildung oder Studium. Immer wieder schaffen Lehrlinge aus einem Handwerksbetrieb den Sprung zum nachträglichen Studium und damit zu großen, auch finanziellen Karrierechancen.






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